Irland – Tag 2 – Akt II

106-07-09-2014

Weiter geht es an der Südküste des Rings entlang. Ab Mittag haben sich die Straßen merklich gefüllt. Die Parkplätze und Haltebuchten sind nun häufig mit mehreren Reisebussen zugestellt. Merke, der Amerikaner im Urlaub schläft aus. Er unterhält sich auch gerne einmal über die Distanz von 50 Metern und sei es nur um dem Anderen “on the fly” wortreich von der überragenden Qualität des eigenen Standorts zu berichten. Köpfe und Ohren Unschuldiger die sich in der Mitte einer solchen Unterhaltung wiederfinden werden als Kollateralschaden offenbar einkalkuliert.

Da die Straßen vielerorts nur Platz für ein Auto bieten und Ausweichbuchten tatsächlich zweckgemäß freizubleiben haben, kann man auch nicht einfach so irgendwo anhalten.

Daher hab ich viel gesehen, aber wenig fotografiert. Ohnehin stimmt das, was ich Pat beim abendlichen Rapport gesagt habe. Hätte ich überall angehalten wo es des Anhaltens wert gewesen wäre. Ich wäre nach Wochen noch nicht zurück gewesen.

104-07-09-2014

106-07-09-2014

Habe ich schon erwähnt, daß Irland unheimlich gut riecht?

Nein? Irland riecht gut! Viele heizen noch mit Torf, das gibt der ganzen Insel einen heimeligen Duft. Das in Kombination mit der herzhaften, salzigen Seeluft. Hat beinahe was von Geräuchertem oder Salami. NOMNOM!

Weiter entlang an der Südseite der Halbinsel bemerkt man dann vermehrt Ferienvillen von Städtern, mit ausladenden Einfahrten, akribischst getrimmten englischem Rasen, Mähroboter, Säulen und Pool.

Nebenan dann Kontrastprogramm.

234-07-09-2014

Celtic Tiger (Irish: An Tíogar Ceilteach)

Verfall und Luxus liegen in Irland häufig direkt nebeneinander. Es begegnen einem auch immer wieder regelrechte Neubauruinen. In den Boomjahren gebaut, fertig verputzt. Dann unter dem Hintern weggepfändet. Nun Mangels irgendwelcher Kaufinteressenten dem Verfall anheim gegeben. Tausende junger Iren verließen in den vergangenen Jahren, wie schon so häufig in der Geschichte dieses Landes ihre Heimat um beispielsweise in Australien ihr Glück zu suchen.

Einige Kilometer weiter wendet sich die Straße landeinwärts, man fährt in den Killarney National Park. Wundervolle Seen inmitten von bilderbuchgrünen Hügeln. Verwunschene Wälder mit großen Farnen, erodierten Felsen.

322-07-09-2014

317-07-09-2014

Landeinwärts am Saum des Nationalparks gelegen, die kleine Stadt Killarney. Man sagt nur Dublin habe in Irland mehr Betten zu vermieten. Allein die unmittelbare Region um Killarney bietet mit

genug an Sehenswürdigkeiten um sich sicher einen ganzen Tag zu beschäftigen. Eigentlich hatte ich vor gehabt mir am dritten Tag in Killarney  ein Fahrrad zu leihen und die o.g. Punkte abzuradeln. Das habe ich aber auf meinen nächsten Besuch verschoben, da ich die Dingle Penninsula auch unbedingt noch sehen wollte.

Sonnenuntergang @caitins, 2 Guinness. Ab ins Bett.

305-07-09-2014

Fun Facts: Nissan Micra, eine Tankfüllung ca. 750 km Reichweite. Durchschnittsverbrauch im hügeligen Irland 4,7l Benzin.